Zeit 17.02.2026
18:58 Uhr

(+) Gefangenschaft in Russland: "Die Schläge hörten nie auf"


Russland hält illegal Tausende ukrainische Zivilistinnen und Zivilisten gefangen. Drei Überlebende der Gefangenschaft berichten von systematischer Folter und Willkür.

(+) Gefangenschaft in Russland:
In den Verhandlungen mit der Ukraine macht Russland den Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass zu einer Hauptbedingung für ein Ende seines Angriffskriegs. Damit würden Städte wie Kramatorsk und Slowjansk, samt ihren Einwohnern, unter russische Kontrolle geraten. Für ukrainische Zivilistinnen und Zivilisten in den von Russland besetzten Gebieten würde aber auch ein Ende der Kämpfe noch kein Ende der Gewalt bedeuten. Vier Jahre nach Kriegsbeginn sitzen Tausende Menschen aus der Ukraine in russischen Gefängnissen, obwohl sie nicht dem Militär angehören und deswegen nicht als Kriegsgefangene gelten. Die meisten von ihnen wurden auf von Russland besetzten Gebieten verschleppt. Nur etwa zweitausend von ihnen konnte die Regierung in Kyjiw identifizieren. Nur etwas mehr als 400 von ihnen sind bislang freigekommen.