Zeit 01.02.2026
09:07 Uhr

(+) Gazastreifen: Das erste konkrete Stück Nachkriegsrealität


Das israelische Militär hat den Grenzübergang Rafah nach Ägypten geöffnet. Es gibt viele Beschränkungen und offene Fragen – doch auch erste Lichtblicke.

(+) Gazastreifen: Das erste konkrete Stück Nachkriegsrealität
Die heutige Öffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen ist eine Kippfigur: Man kann darin einen Augenblick echter Hoffnung sehen – oder eine Illusion ohne Bezug zur blutigen Realität. Rafah ist der einzige Übergang, der von Gaza aus nicht nach Israel führt, sondern in ein arabisches Land; er ist Gazas Tor zur Welt. Wenn es sich auftut, und sei es nur einen Spaltbreit, dann ist das ein wichtiger Schritt zur Normalisierung nach Jahren des Krieges und der Isolation. Gleichzeitig brachte der gestrige Tag eine brutale Erinnerung daran, wie weit der Küstenstreifen vom Frieden entfernt ist: Mehr als 30 Palästinenser sind nach Angaben der Hamas-geführten Behörden von Gaza bei israelischen Militärschlägen getötet worden; die israelische Armee spricht davon, dass sie auf Verletzungen des Waffenstillstands reagiert und Terroristen und Terrorinfrastruktur attackiert habe. Was ist da von irgendeiner Lockerung irgendeines Grenzregimes zu erwarten?