Zeit 27.01.2026
18:02 Uhr

(+) Gaza-Friedensplan: Zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit


Die letzte tote Geisel ist aus Gaza geborgen. Für Israel ist das ein Abschluss und ein Neuanfang. Wie es in Gaza weitergeht, ist dagegen weiter völlig unklar.

(+) Gaza-Friedensplan: Zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit
Die Bergung des Leichnams von Ran Gvili, der letzten toten Geisel in Gaza, war ein Ende und ein Anfang zugleich. Für Israel sind am Montag dieser Woche die traumatischen 843 Tage zum Abschluss gekommen, in denen das Schicksal der Entführten wie eine Last auf dem nationalen Bewusstsein lag. Die Beklemmung hatte nachgelassen, nachdem die lebenden Geiseln im vergangenen Oktober durch eine Waffenstillstandsvereinbarung mit der Terrororganisation Hamas freigekommen waren. Aber endgültig verschwand die Schwere erst jetzt. Ran Gvilis Überführung nach Israel, erklärte die Regierung in Jerusalem, "schließt den Kreis". Die Mutter des Toten, eines 24-jährigen Polizeibeamten der Spezialkräfte, der am 7. Oktober 2023 trotz einer eigenen Verletzung sofort in den Kampf gezogen, gefallen und dessen Körper nach Gaza verschleppt worden war, schrieb auf Facebook über ihren Sohn: "Der Erste, der aufgebrochen ist, der Letzte, der zurückkam."