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08.02.2026
09:04 Uhr
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Dem Fußballturnier in Amerika fernzubleiben, wäre das richtige politische Signal, findet Christof Siemes. Anders sieht es Anne Hähnig. Ein Pro & Contra

Um im Fußballjargon zu bleiben: Seit einem Jahr tritt das Team USA unter der Führung seines irrlichternden Kapitäns einstigen Mitspielern nahezu täglich auf die Socken. Europa nennt er einen Haufen Schwächlinge. Die Nato? Eine Institution von gestern, die man anderen zum Fraß vorwerfen kann. Und bei jedem eigenmächtigen Dribbling, das Donald Trump nicht gefällt, droht er mit der Zollpeitsche. Selbst jene, die mit den USA gemeinsam Gastgeber der größten Fußball-WM aller Zeiten sind, werden nicht verschont. Kanada, Ausrichter von 13 der 104 Spiele, soll nach Trumps Willen zum 51. US-Bundesstaat werden; Mexiko (ebenfalls Veranstalter von 13 Partien) ist so wenig sicher vor US-Militäreinsätzen auf seinem Staatsgebiet, wie es Venezuela war. Selbst dem möglichen WM-Teilnehmer Dänemark droht weiterhin ein übles Foul, denn ob der Grönland-Deal wirklich hält, weiß niemand.