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07.12.2025
16:10 Uhr
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In Israel zeigt sich Friedrich Merz als unerschütterlicher Freund des Landes, aber nicht unbedingt seiner Regierung. Netanjahu lässt Mahnungen und leise Kritik abblitzen.

Er komme als ein "Freund des Landes, ein Freund Israels, der weiß, dass die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel unendlich kostbar ist und sie wird auch niemals selbstverständlich sein", sagte Friedrich Merz bei seinem ersten Besuch als Bundeskanzler in Israel. Er sagte diesen Satz sichtbar angespannt auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Benjamin Netanjahu nach seiner einstündigen Begegnung mit dem israelischen Ministerpräsidenten in dessen Residenz. Die Worte waren sorgfältig gewählt und auf das Land, nicht den Regierungschef bezogen – denn mit Blick auf Netanjahu selbst könnte man sagen: Wer solche Freunde hat, braucht keine Gegner mehr.