|
20.11.2025
20:29 Uhr
|
Dem Kanzler ist wieder was rausgerutscht. Je öfter das passiert, desto größer das Dilemma: Kritik an ihm ist wichtig! Notwendig ist aber, dass das Land nicht kollabiert.

Nun kommt man ja nicht alle Tage nach Brasilien und könnte sich also nebenan im Regenwald mal einen seltenen Vogel ansehen, aus purem Interesse oder auch aus Höflichkeit gegenüber den Gastgebern. Verpasst, die Gelegenheit, der Kanzler ist von der Weltklimakonferenz nach 20 Stunden sogleich abgereist, zurück nach Deutschland, "einem der schönsten Länder der Welt", samt peinlicher Äußerung über das Stadtbild von Belém, "diesem Ort, an dem wir da waren", in Deutschland sei es halt schöner. Doch nicht dieser Ausrutscher ist, bei aller Ärgerlichkeit, das eigentliche Ärgernis. Viel ärgerlicher ist, dass es gegenwärtig ungut wirkt, diesen Kanzler zu bashen. Er braucht Stabilität, und mit ihm die Demokratie.