Zeit 20.12.2025
03:24 Uhr

(+) Freigabe der Epstein-Akten: Ein Anfang, nicht mehr


Die US-Regierung hat einen Teil der Akten zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Epstein veröffentlicht. Aber viele Fragen bleiben offen.

(+) Freigabe der Epstein-Akten: Ein Anfang, nicht mehr
Die Aufgabe war doch glasklar umschrieben: Der Epstein Files Transparency Act, der mit überwältigender Unterstützung beider Parteien im US-Kongress verabschiedet wurde, verpflichtete das Justizministerium dazu, seine gesamten Ermittlungsakten zum Fall Epstein bis Freitag um Mitternacht, also 30 Tage nach der Verabschiedung, freizugeben. Am Ende eines mit großer Spannung erwarteten Tages steht fest: Diesem Auftrag ist das von der Trump-Vertrauten Pam Bondi geführte US-Justizministerium nur ungenügend nachgekommen. Zwar stellte das Ministerium Tausende Unterlagen und Dokumente ab circa 16 Uhr Ortszeit ins Netz. Aber viele davon waren bereits zu einem früheren Zeitpunkt freigegeben worden – Experten zufolge die Hälfte der neuen Dokumente. Und der übergroße Teil der Akten wird zumindest vorerst weiter zurückgehalten. Die Öffentlichkeit wurde dafür auffallend großzügig mit unkommentierten neuen Fotos des früheren demokratischen US-Präsidenten Bill Clinton ausgestattet. Es ist wohl kein Zufall, dass dies ausgerechnet von Steven Cheung, dem Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, kräftig unterstützt wurde. Cheung setzte mehrere Posts auf der Plattform X ab, ganz offensichtlich, um die Aufmerksamkeit auf Clinton zu ziehen.