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15.12.2025
07:32 Uhr
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Tolles Turnier, großer Erfolg – doch der zweite WM-Platz wird wenig daran ändern, dass der deutsche Frauenhandball eine Randsportart ist. Das hat auch mit Fußball zu tun.

Die deutschen Handballerinnen haben auch im Finale begeistert, selbst wenn sie es verloren haben. Die Niederlage gegen den klaren Favoriten Norwegen fiel knapper aus als erwartet (20:23), bis zur letzten Minute war es spannend. Das Wunder, der erste WM-Titel seit 1993, war möglich. Die Spielerinnen sind zu Recht stolz auf ihre Leistung. Für den ganz großen Triumph war das Angriffsspiel nicht flexibel genug. Doch wie schon im ganzen Turnier glänzte das Abwehrzentrum um Aimée von Pereira und Emily Vogel, das von Trainer Markus Gaugisch gut organisiert war. Norwegen holte sich in Rotterdam die fünfte Weltmeisterschaft, aber zwischendurch schienen leichte Zweifel im Gesicht der Welthandballerin Henny Reistad durchzuschimmern.