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22.12.2025
05:44 Uhr
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Auf Gruppenbildern wirkt fast immer jemand unvorteilhaft. Wer diese Tricks kennt, kommt besser rüber.

Es gibt nur wenige zeremonielle Handlungen, die wir improvisieren. Dazu gehören spontane Reden, Gebete, Gruppenfotos. Sie alle rühren mich auf ihre Weise. Bei Gruppenfotos ist es der archaische, oft tollpatschige Versuch, festzuhalten, wer alles gleichzeitig existierte – an diesem einen Weihnachten, auf dieser einen Konferenz –, um das Resultat danach einzurahmen und auf eine Kommode zu stellen oder auf die Landingpage eines mittelständischen Unternehmens. Anders als bei Selfies sind den Abgebildeten nicht zehn Anläufe vergönnt, sondern meist nur ein oder zwei. Dies macht einen Großteil jenes Unbehagens aus, das sich ausbreitet, sobald jemand "Und jetzt ... ein Gruppenfoto!" sagt und das große Sortieren beginnt: die Langen nach hinten, die Kurzen nach vorn. Ebenso: der Chef oder die Uroma – ohne je von geschaffener oder natürlicher Ordnung zu sprechen – zuverlässig nach vorn. Dass am Ende alle die Augen offen haben, ist unwahrscheinlich. Aber darum geht es hier nicht. Sondern darum, dass Sie gut aussehen. So geht’s: