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24.11.2025
12:32 Uhr
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Unsere Autorin hat eine neue Wohnung, die sie sich ohne Förderprogramm wohl nicht hätte leisten können. Ein leises Dankeschön an die Politik hält sie für angebracht.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke während einer Demo (Archivbild). (Foto: KaixKitschenberg/IMAGO/Funke Foto Services)
Ich lernte die SPD-Politikerin Klara Geywitz 2019 kennen, als sie sich mit Olaf Scholz um das Amt der SPD-Parteivorsitzenden bewarb. Dafür fuhr sie durch ganz Deutschland und musste immer wieder die gleiche Rede halten. Oft standen wir damals gleichzeitig an irgendwelchen Bahnhöfen. Soweit ich mich erinnere, rauchten wir beide gerne. Als Geywitz dann 2021 Bundesbauministerin der Ampelregierung wurde, schrieb ich ihr eine Nachricht, in der in etwa stand: "Gratulation zum Amt, ich bräuchte eine 4-Zimmer-Wohnung in Berlin." Das fand ich witzig. Später erzählte Geywitz mir, dass sie viele Nachrichten bekommen habe, die sich exakt dieses Gag-Schemas bedienten. Und sie sagte, sehr politikerinnenmäßig, das zeige, wie dringend sich am Wohnungsmarkt etwas ändern müsse.