Zeit 16.02.2026
17:06 Uhr

(+) Filmfestspiele in Berlin: Schaut auf diese Filme


Arundhati Roy gegen Wim Wenders: Auf der Berlinale wird gestritten, wie politisch ein Festival sein darf oder muss. Die Frage lässt sich einfach beantworten.

(+) Filmfestspiele in Berlin: Schaut auf diese Filme
"Wir sehen nur einen kleinen Ausschnitt von dem, was wir wissen." Die israelische Dokumentarfilmerin Anat Even sagt diesen Satz zu Beginn ihres Films Collapse, in dem sie zwei Jahre lang zwischen einem am 7. Oktober 2023 zerstörten Kibbuz und dem Gazastreifen entlangfährt und den Horror von Krieg, Tod und Zerstörung zu fassen versucht. Die Äußerung hätte dieser Tage auch vom Filmemacher und Berlinale-Jurypräsidenten Wim Wenders stammen können. Oder von der Festivaldirektorin Tricia Tuttle. Zu Beginn des Festivals hatte sich die internationale Jury wie immer den Fragen der Presse gestellt. Ein deutscher Journalist wollte wissen, ob die Jury "vor dem Hintergrund, dass die deutsche Regierung den Völkermord in Gaza unterstützt und Hauptgeldgeber der Berlinale" sei, die "selektive Behandlung der Menschenrechte" unterstütze. Das Festival habe in der Vergangenheit Solidarität mit Menschen im Iran und der Ukraine gezeigt, aber nie mit den Palästinensern.