Zeit 30.11.2025
17:22 Uhr

(+) Fasane: Lebensgefährlich schön


Bunt geschmückt beeindrucken Fasane ihre Weibchen. Und nehmen dafür sogar in Kauf, dass sie selbst nichts sehen – und für Fressfeinde besonders gut sichtbar sind.

(+) Fasane: Lebensgefährlich schön
Das Thema "kraniale Federornamentik bei Gold- und Amherstfasanen" dürfte im ersten Moment mit keiner großen Fangemeinde rechnen – auch wenn diese Woche eine Publikation dazu in den Biology Letters der renommierten Royal Society erscheint. Die Hintergründe des prächtigen Federschmucks der Tiere haben es jedoch in sich. Die Deko auf den Köpfen männlicher Exemplare von Chrysolophus pictus und Chrysolophus amherstiae bräuchte nämlich einen medizinischen Warnhinweis: Kann ihr Leben verkürzen. Erst einmal beabsichtigen die Kerle dieser beiden Vogelarten nur eines: mit üppigem Schädellametta die Weibchen ihrer Art zu beeindrucken. Der goldene Schimmer des einen und die schwarz-weiße Musterung des anderen sind spektakuläre Ausdrucksformen ihrer Fitness, ein Signal für gute Gene. Doch die Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen. Erst einmal fallen Gold- und Amherstfasan damit nicht nur den arteigenen Weibchen auf, sondern auch den Fressfeinden – kein neues Phänomen im Tierreich; der Paradiesvogel kann ein Lied davon singen.