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25.12.2025
17:05 Uhr
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Vier Milliarden Jahre lang war das Leben auf der Erde stumm. Bis eine Grille ihre Stimme fand. Wie die Evolution die Stille durchbrach und warum sie heute unangenehm ist.

Das muss man sich mal vorstellen: ein Wald, so dicht und lebendig, wie wir ihn in Europa nicht mehr kennen. Pflanzen wuchern ungestört, Unmengen an riesigen Insekten kriechen und flattern umher. Amphibien haben sich aus dem Wasser getraut, Reptilien stapfen neben den ersten Vorfahren der Säugetiere durch den Sumpf. Könnte ein Mensch dorthin zeitreisen, würde er das Rauschen des Windes und das Plätschern des Wassers hören. Aber sonst – nichts. Kein Pieps durchdringt das Dickicht. Die Tiere streifen durch den Wald und suchen Nahrung, ziehen ihre Kinder auf, aber sie kommunizieren nicht miteinander.