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02.02.2026
11:43 Uhr
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Die AfD will die Erbschaftsteuer ausmerzen, die anderen Parteien verteidigen sie ritualisiert. Die größere Gefahr lauert aber woanders: Sie bringt zu wenig ein.

Das Beispiel ist maximal zugespitzt – und genau so ist es gemeint: Ein sehr wohlhabender Mann und seine Frau sterben bei einem Autounfall. Dem Mann gehörte ein großes Einfamilienhaus. Auf dem Papier wirkt die Erbfolge klar: Zuerst soll die Ehefrau allein erben, anschließend die gemeinsame Tochter. Dieses Szenario zeichnete der AfD-Abgeordnete Hauke Finger am Freitag im Bundestag. Seine Fraktion brachte dort einen Antrag ein, der die Abschaffung der Erbschaftsteuer fordert. Die dramatische Pointe: Sterben Vater und Mutter "auf die Sekunde genau" gleichzeitig, falle die Erbschaftsteuer nur einmal an. Liege zwischen beiden Todeszeitpunkten jedoch auch nur ein Augenblick – "und sei es nur eine Sekunde" –, werde sie zweimal fällig, so schildert es Finger.