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14.12.2025
11:33 Uhr
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Emily Vogel galt als Wunderkind des deutschen Handballs, dann als Symbol des ewigen Misserfolgs. Jetzt könnte sie mit Deutschland sensationellerweise Weltmeister werden.

Tränen der Freude flossen schon Minuten vor dem Ende. Viola Leuchter, die riesige Linkshänderin, hatte 120 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Durchbruch das 27:23 im WM-Halbfinale von Rotterdam erzwungen, da wurde Emily Vogel mit einem Seitenblick auf ihre Kapitänin Antje Döll der historische Moment gewahr. "Bei Antje liefen die Tränen", sagte Vogel nach dem Abpfiff. "Da wusste ich, es konnte nichts mehr schiefgehen." Die Deutschen entthronten mit einem sensationellen 29:23-Sieg den Weltmeister Frankreich. Da war sie schon, die erste Medaille für die deutschen Handballerinnen seit WM-Bronze 2007. Am Sonntag (17.30 Uhr, ARD) haben sie gegen den Topfavoriten Norwegen die historische Chance, nach 1993 den zweiten WM-Titel für die Auswahl des Deutschen Handballbundes zu gewinnen.