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06.08.2026
14:52 Uhr
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Ihre Forschung über Väter hatte in den Niederlanden großen Einfluss auf die Familienpolitik. Die Soziologin Renske Keizer sagt: Deutschland braucht dringend ein Update.

Familienministerin Karin Prien möchte die Zahlung von Elterngeld für Paare verkürzen und die maximale Bezugsdauer an drei statt bisher zwei Partnermonate binden. Dabei wäre eine andere Veränderung auch wirtschaftlich deutlich sinnvoller, sagt die niederländische Soziologin Renske Keizer. DIE ZEIT: Sie hatten bis 2018 in den Niederlanden die erste Professur mit Schwerpunkt Vaterschaft inne. Wie wichtig sind speziell Väter für ihre Kinder? Renske Keizer: Als Soziologin bin ich der Überzeugung, dass die Unterschiede zwischen Müttern und Vätern gesellschaftlich konstruiert und durch die Politik, kulturelle Erwartungen und auch viele Vorurteile geprägt sind. Die Anwesenheit des Vaters nach der Geburt ist dennoch in vielerlei Hinsicht bedeutsam. In den ersten Wochen und Monaten geht es neben dem Unterstützen der Partnerin vor allem darum, eine Bindung zum Kind aufzubauen, eine echte Beziehung zu formen.