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01.02.2026
06:39 Uhr
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Was machen erwachsene Kinder mit Eltern, die in einem endlosen Krisenmodus leben? Therapeut Wolfgang Schmidbauer rät dazu, sich lieber selbst zu retten.

Manchmal ist es für Menschen, die mitten im Leben stehen, schwer zu ertragen, wenn ihre Eltern dort nie ankommen. Sie stolpern von einer Krise in die andere, führen unglückliche Beziehungen – und erwarten ständigen Beistand von ihren Kindern. Was tun, fragen wir den Therapeuten und Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer in unserer Serie Familienrat. DIE ZEIT: Viele erwachsene Kinder kennen dieses Gefühl: Man hat das eigene Leben aufgebaut, eine Wohnung, eine Beziehung, vielleicht sogar eine eigene Familie – und trotzdem zieht einen das Leben der eigenen Eltern immer wieder in ihren Strudel. Sie kommen mit ihrem Geld nicht zurecht, geraten in chaotische Beziehungen, machen dieselben Fehler immer und immer wieder. Und die Kinder stehen daneben, hilflos und mit schlechtem Gewissen. Was macht man in so einer Situation?