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25.11.2025
15:47 Uhr
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Die bayerische Justiz wollte einen Mörder präsentieren – und schickte einen Unschuldigen ins Gefängnis. Der Fall zeigt, wie gefährlich Ermittlungsdruck werden kann.

Nach drei Jahren stehen die bayerischen Strafverfolger wieder da, wo sie im Herbst 2022 standen – vor einem Rätsel: Eine Studentin geht in den frühen Morgenstunden des 3. Oktober nach einem Diskobesuch in der bayerischen Gemeinde Aschau den kurzen Fußweg nach Hause, biegt um eine Ecke und wird nicht mehr gesehen. Zwölf Stunden später birgt man ihren versehrten, stark mitgenommenen Leichnam zwölf Kilometer entfernt aus dem Fluss Prien, der zu dieser Zeit extremes Hochwasser führt. Hanna W. ist ertrunken – aber warum? Was ist ihr widerfahren? Hat jemand sie in den Fluss gestoßen? Fiel sie bei einem Unfall hinein? Niemand weiß es. Und wie es aussieht, wird das auch so bleiben.