Zeit 06.03.2026
11:31 Uhr

(+) EU-Namensstreit: Der Veggieburger darf weiter Burger heißen. Warum auch nicht?


Vernünftig war es nie, jetzt hat die EU das Verbot für fleischige Namen auf vegetarischen Produkten teilweise gekippt. Damit ist der Kulturkampf beigelegt, vorerst.

(+) EU-Namensstreit: Der Veggieburger darf weiter Burger heißen. Warum auch nicht?
Genug von all den schlechten Nachrichten? Hier kommen drei gute: Die Tofuwurst soll weiter "Wurst" heißen, das Sojaschnitzel "Schnitzel", der Veggieburger "Burger". So hat es die EU-Spitze entschieden. Was im Oktober nach einem großen Sieg der Fleischlobby aussah, wurde gestern in Brüssel im Trilog zwischen Vertretern des EU-Parlaments und des Rats der 27 EU-Länder halbwegs vernünftig zurechtgestutzt. Zur Erinnerung: Im Herbst hatte das EU-Parlament mehrheitlich beschlossen, pflanzlichen Produkten praktisch alle fleischigen Namen zu verbieten. Wurst, Schnitzel, Burger, Frikadelle – sollte alles weg. Es war der Versuch, mit Wortklaubereien abzuschaffen, was sich auf dem Markt längst durchgesetzt hatte. Und was kaum jemanden störte. Schon im Jahr 2020 bekundeten laut einer Umfrage 80 Prozent der EU-Bürger, sie hätten mit Fleischbegriffen für Ersatzprodukte kein Problem, sofern diese klar als pflanzlich gekennzeichnet seien.