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23.02.2026
10:24 Uhr
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Vor vier Jahren hat Russland die Ukraine überfallen. Marta Kos, EU-Kommissarin für Erweiterung, erklärt, warum ein EU-Beitritt der Ukraine langfristig Frieden sichert.

DIE ZEIT: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vergangene Woche erneut ein konkretes Datum für einen EU-Beitritt seines Landes gefordert. Können Sie ihm dieses Datum nennen? Marta Kos: Das würde ich gern, aber ich kann es nicht. Auch wenn ich verstehe, dass es für das Land eine Erleichterung wäre. Aber nach den derzeitigen Regeln ist es unmöglich, dass die Ukraine bereits 2027 die Voraussetzungen für einen Beitritt erfüllt, wie Präsident Selenskyj es angekündigt hat. Dazu müsste sie bis Ende dieses Jahres alle nötigen Reformen umgesetzt haben. Mit dem derzeitigen Verfahren ist das vermutlich auch in mehreren Jahren nicht realistisch.