Zeit 16.01.2026
12:01 Uhr

(+) Digitale Düfte: Bananenduft und Kotzgestank sind nur wenige Atome voneinander entfernt


Ein Gründer will Künstlicher Intelligenz das Riechen beibringen. Irgendwann sollen Menschen ihre Lieblingsgerüche speichern können wie Fotos. Nur wo fängt man da an?

(+) Digitale Düfte: Bananenduft und Kotzgestank sind nur wenige Atome voneinander entfernt
Am liebsten riecht Alex Wiltschko den Wald. Wenn die Sonne durch die Kronen der Mammutbäume im kalifornischen Redwood-Nationalpark dringt, ihre Rinde aufheizt und den Waldboden erwärmt, dann duftet es harzig, süßlich, erdig, sagt er. Beruhigend und belebend zugleich. Was, wenn man diesen Geruch einfangen könnte? Wenn man ihn speichern, verschicken und jederzeit und überall verfügbar machen könnte? Nichts weniger hat Wiltschko vor. Der fast vierzigjährige Neurowissenschaftler hat an der Harvard-Universität und in den Laboren von Google geforscht, mit einem Ziel: Ordnung in die Welt der Gerüche zu bringen – und damit einen der wichtigsten Sinne des Menschen zu digitalisieren.