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07.03.2026
18:31 Uhr
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Münchens OB bekam viel Geld vom FC Bayern – und hat es der Stadt verheimlicht. Bedroht es seine Wiederwahl, dass er die Grenze zu den "Großkopferten" der CSU verwischt?

"Passt schon", sagt der Bayer gerne, wenn er es nicht so genau nimmt, und auch der Konsonant kommt leger daher: "Basst scho." Diese Mentalität könnte nun dem einzigen Star der SPD in Bayern zum Verhängnis werden: Münchens Oberbürgermeister (OB) Dieter Reiter, der am Wahlsonntag, dem 8. März, zu seinem dritten Sieg als Stadtoberhaupt segeln wollte. Und das ausgerechnet mit dem Slogan: "München. Reiter. Passt." Bis vor wenigen Tagen schien der Wahlkampfslogan ein verbreitetes Empfinden in der bayerischen Landeshauptstadt widerzuspiegeln: Reiter, 67 Jahre alt, zwölf Jahre bereits im Amt, galt als haushoher Favorit. Was dem SPD-Spitzenmann dann aber binnen einer halben Woche alles widerfuhr, kann es an Fehltrittdichte durchaus mit dem CDU-Pechvogel Manuel Hagel aufnehmen, der im benachbarten Baden-Württemberg gerade seine Chancen aufs Spiel setzt, Ministerpräsident zu werden.