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03.06.2026
11:58 Uhr
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Die Uni Marburg überlässt vier Studierenden mietfrei ein Haus mit Garten. Die stellen dafür ihr Leben ins Internet. Wer hat da den besseren Deal gemacht?

Der Frühlingshimmel über Marburg leuchtet babyblau, das Schloss thront harrypotterig auf dem Hügel, und auf dem historischen Marktplatz hocken schon mittags Studis mit Sekt. Die Stadt wirkt mal wieder wie das Set einer deutschen College-Serie von Netflix: alles ein bisschen zu perfekt, zu kulissenhaft. Auch in der Uni-Bibliothek sieht es verdächtig aus. Dort sitzen zwei Studenten, Ali und Hannes, vor einem Stapel demonstrativ aufgeschlagener Bücher. Dabei gibt es noch gar nichts zu lernen, ihr Semester läuft erst seit ein paar Tagen. Im nächsten Moment springen sie auf, schleppen noch mehr Bücher heran, lassen sie theatralisch auf ihren Tisch fallen. Ali fängt an zu heulen. Ihre Mitbewohnerin Litti hat die Szene gefilmt und nickt zufrieden. »Perfekt«, sagt sie. Dann stehen die drei auf, packen die Bücher zusammen und gehen. Ihr Dreh ist geschafft, die Arbeit für heute erledigt.