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26.12.2025
16:37 Uhr
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In fast allen Ländern nimmt die Bedeutung der Religion ab, sogar in Polen und im Iran. Warum das so ist, hat der Religionssoziologe Detlef Pollack erforscht.

Detlef Pollack studierte zu DDR-Zeiten Evangelische Theologie. Er wurde aber nicht Pfarrer, sondern Deutschlands bekanntester Religionssoziologe. DIE ZEIT: Herr Pollack, Sie vermessen weltweit die Religiosität der Menschen – sind Sie selbst gläubig? Detlef Pollack: Das ist eine sehr persönliche Frage, aber warum nicht: Ich würde mich, um einen Begriff Max Webers abzuwandeln, als "religiös musikalischen" Menschen bezeichnen – obwohl ich mich nicht zum Glauben an Gott bekenne. ZEIT: Religiös musikalisch, was meinen Sie damit?