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19.01.2026
11:09 Uhr
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Darmsanierungen, Kuren, Probiotika verfolgen ein gutes Ziel: die Darmflora zu verbessern. Nicht alles ist evidenzbasiert. Was man tun kann. Und was Mikrobiom-Mythen sind.

Heidi Klum hat ein gespaltenes Verhältnis zum Wurm. Noch vor drei Jahren ließ sie sich für ihre Halloweenparty ein gigantisches Wurmkostüm anfertigen. Nun will sie eine monatelange Kur machen, um ihren Darm von Würmern zu befreien. Einmal pro Jahr solle man das wohl machen, sagt Klum. Da sie noch nie eine Wurmkur gemacht habe, fühle sie sich wirklich im Rückstand. Man mag von Heidi Klums innerlicher Schädlingsbekämpfung halten, was man will. Eine Sache aber stimmt: Von einem gesunden Darm profitiert unser gesamter Körper. Das liegt auch an den Billionen Bakterien, Viren, Pilzen und Hefen, die in seinem Inneren sitzen und unsere Darmflora bilden. Sind die aus dem Gleichgewicht, so wird vermutet, kann es zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder psychischen Leiden kommen. Sich um die Darmflora zu kümmern, ist daher eine gute Idee. TikTok und Instagram sind voll mit Tipps, wie Darmkuren, Darmsanierungen oder Darmreinigungen funktionieren. Fragt sich nur: Welche davon helfen dem Darm wirklich?