Zeit 14.12.2025
19:34 Uhr

(+) Chinkali : Ein halbes Dutzend davon schaff ich locker!


Das Rezept für ihre georgischen Teigtaschen lernte unsere Autorin von einer Bäuerin im Kaukasus. Von ihren Chinkali bleibt immer ein Stück übrig – ein gutes Zeichen.

(+) Chinkali : Ein halbes Dutzend davon schaff ich locker!
Am späten Abend, irgendwo tief in den Bergen Georgiens. Das Holzfeuer lodert, der Duft von Zwiebeln und Kräutern liegt in der Luft – und auf dem Tisch dampfen kleine Teigtaschen. Ich war nur für fünf Tage in Georgien und die Chinkali, die eine Bäuerin uns als das Abendessen auf ihrem Hof vorsetzte, war ein echtes Highlight. Erst zeigte sie uns, wie man die Teigsäckchen richtig faltet. Im Idealfall sollen es 19 Falten sein – das wird sicherlich nicht jeder beim ersten Mal hinbekommen. Dann zeigt sie uns, wie man die Teigsäckchen richtig isst. Sie nahm eine am Hütchen, biss vorsichtig seitlich hinein und schlürfte die Brühe aus. Und legte (und darum war ich völlig verblüfft) den oberen, dickeren Stiel der Teigtaschen einfach beiseite. Den aß sie nicht mit. Sie sah mein Entsetzen und ließ übersetzen: "Dieser obere Stiel, der ist nur zum Halten gedacht, nicht zum Essen. Dazu ist er zu dick!" Und ja, sie hatte recht. Bei meiner Portion waren die Säckchen wunderbar gegart, aber der obere Teil war teilweise noch nicht durch. Deshalb ließ auch ich ihn liegen.