Zeit 03.02.2026
20:18 Uhr

(+) Cereulid in Säuglingsmilch: Das steckt hinter dem Rückruf von Babynahrung


Hersteller haben weltweit Säuglingsnahrung zurückgerufen: Sie könnte das Bakteriengift Cereulid enthalten. Auf der Suche nach der Quelle führt eine Spur nach China.

(+) Cereulid in Säuglingsmilch: Das steckt hinter dem Rückruf von Babynahrung
In mehr als 60 Ländern haben Hersteller von Säuglingsnahrung, darunter Danone und Nestlé, Chargen ihrer Produkte zurückgerufen, auch in Deutschland. Die betroffenen Chargen enthalten möglicherweise das Bakteriengift Cereulid. Das Toxin führt innerhalb weniger Stunden zu Erbrechen und Durchfall, in seltenen Fällen kann es lebensbedrohliches Organversagen verursachen. Bislang sind in Deutschland keine Fälle bestätigt, bei denen Säuglinge nach dem Verzehr der beanstandeten Produkte krank wurden. Laut dem EU-Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gibt es europaweit allerdings erste Berichte über Babys, die nach dem Verzehr von Milch aus den betroffenen Chargen unter Durchfall litten. In einem Fall sei der kleine Patient daraufhin positiv auf Cereulid getestet worden, sei aber mittlerweile genesen. Bereits Ende November 2025 soll dem internationalen Konzern Nestlé bekannt gewesen sein, dass von ihm hergestellte Babynahrung möglicherweise mit Cereulid verunreinigt war. Die Firma informierte die Behörden am 10. Dezember 2025. Nach eigenen Angaben wurde der Stoff bei der hauseigenen Qualitätskontrolle eines Öls gefunden, das in Babynahrung eingesetzt wird.