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05.10.2026
19:09 Uhr
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Mit einem Roman aus dem Jahr 1981 wird das wilde Werk der britischen Autorin Caroline Blackwood wiederentdeckt. Na endlich!

Der Nachwelt ist Caroline Blackwood vor allem in der Kunst berühmter Männer erhalten geblieben: auf den Porträts ihres ersten Ehemanns etwa, des Malers Lucian Freud, der sie in Girl in Bed von 1952 als zerbrechliche junge Frau mit schieferblauen Augen zeigt. Auf über hundert Fotos des Fotografen Walker Evans. Und in der Lyrik Robert Lowells, mit dem sie zuletzt verheiratet war. Lowell beschrieb Blackwood in einem seiner Gedichte als Meerjungfrau, die sich von den Knochen ihrer erschöpften Liebhaber ernähre. Als er 1977 auf dem Rücksitz eines Taxis an einem Herzinfarkt starb, soll er dabei Freuds Girl in Bed fest umklammert gehalten haben – erst im Krankenhaus sei es gelungen, das Gemälde aus seinen Armen zu lösen.