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05.01.2026
11:01 Uhr
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Kurz vor ihrer Klausurtagung erkennt die CSU den Ernst der Lage. Sie ringt mit AfD, Autoritären und einem möglichen Ende der Ära Söder. Wo soll das hinführen?

Es ist noch gar nicht so lange her, da war der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán gern gesehener Gast auf der Neujahrsklausur der CSU im Kloster Seeon: rechtskonservativ, Merkel-kritisch, anti-Brüssel – das passte. Heute wäre es undenkbar. Kommende Woche, wenn zum ersten Mal der neue CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann einlädt, wird mit dem litauischen Präsidenten Gitanas Nauseda ein Gegenspieler Orbáns in Seeon sein: proukrainisch, anti-Putin und ein hartnäckiger Verfechter europäischer Resilienz, dem der deutsche Bundeskanzler manchmal nicht konsequent genug gegen die russische Aggression ist.