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23.02.2026
05:48 Uhr
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In Köln schießen sie schon jetzt das Traumtor des Jahres. Grund zur Freude ist das allerdings nicht. Und Niko Kovač packt seine Erfahrung als Judoka aus. Der 23. Spieltag

Union Berlin gegen Bayer Leverkusen. Zugegeben, für Ästheten waren diese 97 Minuten Fußball phasenweise eine Zumutung, der Kollege von rbb24 fragte sich währenddessen gar, ob der Rasen in der Alten Försterei so schlecht sei, "weil sich die Grashalme gegen den Fußball wehren". Leverkusens Nationalspieler Robert Andrich (und vor allem Ex-Unioner) hatte schon vor dem Anstoß so eine Ahnung gehabt, als er sagte: "Spiele in der Alten Försterei sind generell nie schön." Passenderweise war es dann auch der sonst so souveräne Andrich, der sich nach 28 Minuten von Union-Kapitän Rani Khedira übertölpeln ließ und so das einzige Tor des Tages mitverschuldete. Khediras feiner Lupfer zum 1:0 war der Auftakt zu einem Berliner Verteidigungsmarathon, der vielleicht nicht immer hübsch anzusehen war, dafür aber nicht nur die Herzen der Union-Fans erwärmte, sondern auch all jener, die es mit den Underdogs halten. Inklusive aller dafür nötiger Zutaten: ein überragender Union-Torwart Rønnow, eine aufopferungsvoll kämpfende Klublegende (der 38-jährige Christopher Trimmel im Duell gegen das 20-jährige Supertalent Ibrahim Maza) und zwei hauchzart vergebene Chancen in den Schlussminuten (zweimal Schick mit dem Kopf). Was für ein würdiger Verlauf für das 1.000. Unioner Pflichtspiel an der Alten Försterei.