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22.01.2026
15:12 Uhr
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Andere kaufen sich ein Rennrad, Alexandra Irimia erforscht die Bürokratie. Mal sieht sie darin eine verwunschene Schönheit, mal tödliche Gefahr.

Die Büros der Philosophischen Fakultät in Bonn sehen aus, als hätten Verwaltungsarchitekten ein bisschen zu viel geworkshopt: Glas, Glas, Glas. Transparente Riesenstreichholzschachteln sind um einen Innenhof mit tropischen Palmen und Wasserspielen angeordnet, alles ist einsehbar: wer telefoniert, wer arbeitet, wer nur so tut. Es könnte auch ein Medienhaus aus einem Bully-Herbig-Film sein. Es ist, wie Alexandra Irimia sagt, ein bürokratisches Panoptikum: Man sieht, was alle anderen tun und weiß gleichzeitig, dass sie einen auch sehen.