Zeit 15.12.2025
10:15 Uhr

(+) Bratapfel-Tiramisu: Eine Schicht Glück. Und noch eine Schicht Glück. Und noch ...


Bratapfel mal anders: Mit Spekulatius-Keksen und Mascarpone aufgeschichtet, entsteht ein weihnachtliches Tiramisu. Für unsere Köchin eine Reise in die Vergangenheit

(+) Bratapfel-Tiramisu: Eine Schicht Glück. Und noch eine Schicht Glück. Und noch ...
Wenn ich an die Winter meiner Kindheit denke, sehe ich das verschneite Dach und die schneebesprenkelten Berge vor unserem urigen Fachwerkhaus bei Hameln vor mir. Damals war es noch richtig kalt! Unser Keller war winzig, darin passte keine normale Heizung. Wir heizten nur mit stromfressenden Nachtspeicheröfen und einem alten Kachelofen, den mein Vater im Winter jeden Tag anheizte. Hinter einem kleinen Türchen im Ofen, das mir als Kind wie dafür gemacht vorkam, buken wir gern Bratäpfel. Prall gefüllt mit Marzipan, die einzige Süßigkeit, die wir alle in der Familie liebten. Dazu aß ich am liebsten Lebkuchenkekse, damit war jeder kalte Wintertag ein bisschen kuscheliger. In diesem Rezept bringe ich beides zusammen. Und ja, natürlich ist dies kein klassisches Tiramisu. Das Original, erst seit etwa vierzig Jahren in Italien populär und ein Kind der 1980er wie ich, hat mich aber inspiriert. Die Bratäpfel zermatsche ich wie damals als Kind mit einer Gabel, die Lebkuchenkekse werden zerbröselt und mit Apfelsaft getränkt. Klassisch bleibt die Mascarpone, die ich mit geschlagener Sahne auflockere. Alles zusammen ergibt für mich einen wahren Wintertraum. Fehlt nur noch eine Zeitmaschine, mit der ich sie wieder zu meinen Eltern bringen kann.