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25.12.2025
07:53 Uhr
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Das perfekte Frühstück für einen Wintermorgen: Bircher-Müsli! In dieser Version sorgen gebackene Äpfel für eine fruchtige und tröstliche Wärme an kalten, dunklen Tagen.

In dem hohen Schrank neben dem Kamin steht eine Reihe großer Gläser wie in einem altmodischen Süßwarenladen. Gläser, die mit Haferflocken und goldenen Rosinen, Kürbiskernen und Mandelblättchen gefüllt sind. Es gibt ein Schraubdeckelglas mit Chiasamen, grau wie der Januarhimmel, und ein leuchtendes Glas mit bernsteinfarbenem Ahornsirup. An diesem Schrank mische ich Haferflocken mit Samen und Trockenfrüchten für mein Bircher-Müsli und ich hebe mein Brot für den Toast dort auf – ein Frühstücksschrank, wenn Sie so wollen. Nebenan auf dem Herd röste ich in einer gusseisernen Pfanne gehobelte Mandeln – Mandeln, die meinem Winterfrühstück ein angenehmes Knacken und Knistern verleihen, das an die alten Rice Crispies von früher erinnern. In Apfelsaft oder Milch eingeweichtes Getreide wird heute oft als "Overnight Oats" bezeichnet, aber für mich wird es dabei immer um Bircher-Müsli gehen, auch wenn mein eigener Zusatz von Kefir und Chiasamen dem schon lange verstorbenen Dr. Bircher-Benner, dem Erfinder dieses gesunden Frühstücks, ketzerisch erschienen wäre. Sein Rezept für das "kleine Mus" enthielt genauso viele Apfel wie Hafer. In meinem Rezept sind es nicht ganz so viele Äpfel, und die Boskop oder Cox werden grob gerieben und erst spät untergerührt, damit sie ihre winterliche Knackigkeit behalten. An besonders kalten Tagen werden die Äpfel sogar gebacken.