|
13.02.2026
11:34 Uhr
|
Die Psychiaterin Nuria Bonvin-Mullor kümmerte sich in der Brandnacht von Crans-Montana um die verletzten Jugendlichen. Wie finden sie wieder Vertrauen ins Leben?

DIE ZEIT: Frau Bonvin-Mullor, die Brandkatastrophe in Crans-Montana ist jetzt mehr als einen Monat her. Noch immer liegen junge Patienten in Krankenhäusern, aber die ersten Schwerverletzten kehren zurück in den Alltag. Wie überwinden Menschen eine solche traumatische Erfahrung? Nuria Bonvin-Mullor: Das kommt darauf an, wie es diesen Menschen vor der Katastrophe ging. Waren sie davor psychisch fragil oder hatten Erkrankungen, mit denen sie kämpften, kann es sein, dass ihre Ressourcen erschöpft sind. Menschen in einem stabilen Umfeld haben bessere Chancen, ein Trauma zu verarbeiten. Aber es gibt immer Ausnahmen.