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22.12.2025
14:29 Uhr
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Der Verteidigungsminister spricht über die Lage in der Ukraine und sein Verhältnis zu Amerika. Pistorius erklärt, wie er junge Menschen vom Wehrdienst überzeugen will.

Boris Pistorius war Verteidigungsminister in der Regierung von Olaf Scholz und ist es auch im Kabinett von Friedrich Merz. Der 65-Jährige bleibt bei Schwarz-Rot der beliebteste Minister im Land. DIE ZEIT: Herr Pistorius, sind wir nach dem vergangenen Wochenende einem Frieden in der Ukraine näher gekommen? Boris Pistorius: Der Einzige, der den Krieg sofort beenden könnte, ist Wladimir Putin. Trotz der Bemühungen um einen Waffenstillstand vonseiten der Amerikaner, Europäer und Ukrainer gibt es keine Anzeichen aus Moskau dafür, dass Putin an einem Ende des Krieges interessiert ist. Dennoch waren die Verhandlungen in Berlin wichtig. Kanzler Merz hat klargemacht, dass die Europäer bei den Verhandlungen zur Zukunft der Ukraine ein Wörtchen mitzureden haben. Die europäischen Partner haben in Berlin ihre Positionen mit denen der USA und der Ukraine abgestimmt. Auch das war wichtig. Und der zinslose Kredit über 90 Milliarden Euro, der auf dem EU-Gipfel in Brüssel beschlossen wurde, hilft der Ukraine, die militärischen Bedarfe der kommenden zwei Jahre zu decken.