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06.01.2026
08:56 Uhr
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In Venezuela lagern die weltgrößten Ölreserven, doch der Sektor liegt brach. Wirtschaftlich nützt das Öl den USA wenig – politisch aber sehr. Eine Erklärung in Grafiken

48 Milliarden Tonnen. Diese gigantische Menge Erdöl lagert in den Böden und vor der Küste Venezuelas, es sind die größten Vorkommen der Welt. Genug, um beispielsweise Deutschlands derzeitigen gesamten Bedarf ein halbes Jahrtausend lang zu decken. Die Ölfelder sind zudem erkundet und kartiert, hier gibt es wenig Unbekanntes. Kein Wunder, dass diese Mengen Begehrlichkeiten wecken. Insbesondere bei einem US-Präsidenten, dessen inoffizielles Regierungsmotto "Drill, baby, drill" lautet. Schon bei früheren Militäraktionen der Vereinigten Staaten gab es den Verdacht, es gehe der Regierung vor allem ums Öl. So etwa beim Einmarsch im Irak unter George W. Bush im Jahr 2003. Aber normalerweise spricht die amerikanische Regierung darüber nicht so offen wie Donald Trump bei seinem Statement zur Entführung von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro am Samstag: "Wir werden unsere sehr großen US-Ölfirmen reingehen lassen, sie werden Milliarden Dollar investieren, die Infrastruktur reparieren und anfangen, Geld zu verdienen", sagte Trump bei einer Pressekonferenz.