|
31.01.2026
15:59 Uhr
|
Jeff Bezos wollte Weltalltourismus für alle mit dem entsprechenden Geldbeutel anbieten. Wieso seine Firma Blue Origin die Flüge nun überraschend einstellt.

"Jeder sollte das sehen", sagt Captain Kirk in die Kamera, sichtlich überwältigt und noch etwas zittrig. Kirk, oder besser gesagt William Shatner, wie der kanadische Schauspieler eigentlich heißt, hat da gerade die erste Weltraumreise seines Lebens hinter sich, im stolzen Alter von 90 Jahren. Nicht an Bord des Raumschiffs Enterprise aus der Fernsehserie Star Trek, die Shatner berühmt gemacht hat. Sondern in einer Raumkapsel des Amazon-Gründers und US-Milliardärs Jeff Bezos. Es ist der Oktober 2021 – und die Öffentlichkeit staunt, was plötzlich möglich ist. Ein paar Monate zuvor ist schon Bezos selbst in einer Rakete seiner Firma Blue Origin ins All geflogen. In 107 Kilometern Höhe, am Rand des Weltalls, hat er Saltos geschlagen und die blaue Erdkugel bestaunt. Bald sollen es etliche zahlungskräftige Kunden ihm und Captain Kirk gleichtun: Die zehnminütigen Kurztrips in die Schwerelosigkeit sollen ein florierendes Geschäftsmodell werden.