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16.01.2026
14:01 Uhr
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Die israelische Geschäftspartnerin des mutmaßlichen Chefentführers hat im Block-Prozess überraschend ausgesagt. Das verschiebt das Bild in dem Entführungsfall weiter.

Am 8. Januar betritt Keren Tennenbaum Alagem das Gebäude der Staatsanwaltschaft in Hamburg. Die Frau, die an diesem Tag aussagt, ist keine Unbekannte – zumindest nicht für jene Ermittler, die seit Monaten versuchen zu entschlüsseln, was in der Silvesternacht 2023/24 im dänischen Gråsten geschehen ist, als die beiden jüngsten Kinder der Steakhouse-Unternehmerin Christina Block aus der Obhut ihres Vaters entführt wurden. An diesem Januarmorgen, so geht es aus dem Protokoll hervor, das der ZEIT vorliegt, spricht Keren Tennenbaum Englisch. Und sie erzählt ausführlich. Sehr ausführlich, zwei Tage lang. Das Protokoll der Vernehmung umfasst 172 Seiten.