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21.01.2026
20:05 Uhr
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Vor einem Pariser Berufungsgericht kämpft Marine Le Pen darum, doch bei der Präsidentschaftswahl 2027 antreten zu können. Und ändert dafür ihre Verteidigungsstrategie.

Marine Le Pen kommt früh, auch an diesem Vormittag, wie fast immer in diesen Tagen. Schon eine Viertelstunde, bevor ihre Verhandlung beginnt, betritt sie den Gerichtssaal in Paris. Kurz bespricht sie sich mit ihren Anwälten, dann legt sie ein paar Zettel auf das weiße Pult, an dem sie den Rest des Tages verbringen wird. Später wird sie davon sprechen, dass sie früher manchmal zu nachlässig gewesen sei. Dass sie Dinge habe laufen lassen, die sie besser nicht hätte laufen lassen sollen. Aber nun darf sie sich keine Nachlässigkeit mehr erlauben. Kein falsches Wort, keine unnötige Provokation. Hier, an diesem Pult, muss sie die Kontrolle bewahren. Damit ihre politische Karriere nicht vorzeitig endet.