Zeit 19.02.2026
19:03 Uhr

(+) Berlinale: Die richtige Haltung auf dem roten Teppich


Ein offener Brief von Filmschaffenden wirft der Berlinale vor, zum Krieg in Gaza zu schweigen. Aber braucht ein Festival Statements, um politisch zu sein?

(+) Berlinale: Die richtige Haltung auf dem roten Teppich
Es ist Berlinale, und Künstler sind "bestürzt". Da ahnt man gleich, dass es vermutlich nicht um die Qualität der Filme geht, sondern um politische Fragen, ums Canceln und Gecanceltwerden, und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch um einen – das hatten wir lange nicht – offenen Brief. Am 17. Februar veröffentlichte die Zeitschrift Variety einen solchen, der die Berlinale für ihren Umgang mit dem Krieg in Gaza kritisiert. Unterzeichnet haben ihn 81 Prominente, darunter die Schauspielerin Tilda Swinton und die Fotografin Nan Goldin. Sie würden von ihrer Branche erwarten, "dass sie sich der Komplizenschaft bei der schrecklichen Gewalt verweigern, die noch immer gegen Palästinenser ausgeübt wird", schreiben die Unterzeichner, sie sprechen gar von "Zensur" kritischer Stimmen zu Gaza.