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22.01.2026
16:57 Uhr
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Betroffene von ärztlichen Behandlungsfehlern haben vor Gericht oft schlechte Chancen. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung und die Grünen wollen das nun ändern.

Felix Tannigel ist sieben Jahre alt, doch vieles, was andere Kinder können, kann er nicht. Sprechen zum Beispiel, Laufen oder ohne Unterstützung essen. Der Junge ist schwerbehindert, seine Eltern hielten das jahrelang für schicksalhaft. Bis sie eines Tages zufällig erfuhren, dass es bei seiner Geburt zu einem Behandlungsfehler gekommen ist. So berichten es der NDR und weitere Lokalmedien. Die Eltern des Jungen klagten und bekamen im vergangenen Dezember vom Landgericht Aurich in Niedersachsen recht. Der behandelnde Arzt habe keinen Not-Kaiserschnitt durchgeführt, obwohl dieser schon am Vortag der Geburt notwendig gewesen sein soll. Die Familie bekommt nun 800.000 Euro Schmerzensgeld.