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09.12.2025
05:25 Uhr
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In Hamburg sollen 58 Mietwohnungen nur an Menschen vergeben werden, die auf ein Auto verzichten. Das sorgt für Empörung – dabei ist das Konzept ein großer Fortschritt.

Hamburg führt einen neuen Kulturkampf, bislang allerdings nur in den Medien. Es geht, wieder einmal, um das Auto – diesmal aber mit einer neuen Fragestellung: Ist es moralisch und rechtlich vertretbar, Mietern und Mieterinnen per Vertrag den privaten Autobesitz zu verbieten? Anlass zu dieser Frage gibt ein Bauvorhaben der städtischen Wohnungsgesellschaft Saga, zu der in Hamburg rund 140.000 Wohnungen gehören. Wer ab Februar 2026 in eine von 58 neu errichteten Wohnungen im Stadtentwicklungsgebiet Georgswerder Kirchenwiese zieht, muss sich vertraglich verpflichten, in der Zeit des Mietverhältnisses kein eigenes Auto zu besitzen.