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17.01.2026
06:11 Uhr
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Donald Trump hat kein Konzept einer Weltordnung, sagt der US-Politologe Jeremy Shapiro. Eine Grönland-Annexion hält er für schmerzhaft, könne Europa aber stärken.

Jeremy Shapiro ist Forschungsdirektor beim European Council on Foreign Relations. Der Politologe hat in verschiedenen Funktionen für das US-Außenministerium gearbeitet. DIE ZEIT: Herr Shapiro, Donald Trump interveniert in Venezuela, droht mit einer Annexion Grönlands und spricht davon, Panama, Kuba oder Kanada zu kontrollieren. Welche Weltordnung strebt er an? Jeremy Shapiro: Trump hat kein Konzept einer Weltordnung. Er wechselt seine Linie schneller, als man sie deuten kann. Heute predigt er Menschenrechte, morgen ignoriert er sie. Trump folgt persönlichen Motiven: seinem narzisstischen Ego, den finanziellen Interessen von ihm und seinem Umfeld sowie der Zustimmung seiner Anhänger.