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27.11.2025
14:21 Uhr
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Der Papst reist in die Türkei, nach Syrien und in den Libanon. Er sagt: Ich komme unbewaffnet, um zu entwaffnen. Klingt gut. Aber kann das gut gehen?

Wie brenzlig die Lage ist, in die hinein der Papst reist, sah man am Montag in Beirut, beim Trauerzug für Haitham Ali Tabatabai, den Generalstabschef der Hisbollah: Hunderte schwarz gewandete Anhänger versammelten sich im Süden der libanesischen Hauptstadt, um den Sarg des zuletzt mächtigsten Anführers der Terrorarmee zu begleiten. Ein Kampfgefährte drohte in seiner Trauerrede, die Hisbollah lasse sich nicht entmutigen, Israel müsse die Antwort auf Tabatabais Tod fürchten. Tags zuvor hatte die israelische Armee ihn und weitere Terroristen in einem Beiruter Vorort getötet. Dabei starben fünf Menschen, 28 wurden verletzt. Blut, Trümmer, Autowracks: eine Kriegsszenerie.