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21.11.2025
11:49 Uhr
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Erstmals strömt wieder mehr ausländisches Kapital nach Deutschland, als inländisches abfließt, zeigen unsere Recherchen. Woran das liegt.

Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft waren zuletzt vor allem schlechte Nachrichten: In der Industrie werden Stellen gestrichen, die Stimmung der Verbraucher trübt sich ein, die Kommunen klagen über Finanzlöcher. Umso interessanter ist deshalb, dass Deutschland als Investitionsstandort zuletzt offenbar an Attraktivität gewonnen hat. Nach Berechnungen der ZEIT auf der Grundlage von Daten der Bundesbank ist im dritten Quartal dieses Jahres unter dem Strich erstmals wieder mehr ausländisches Investitionskapital nach Deutschland geflossen als inländisches Investitionskapital ins Ausland. Der Saldo der sogenannten Direktinvestitionen belief sich demnach auf 16,4 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten dieses Jahres beträgt das Plus 4,1 Milliarden Euro, nach einem Minus von 9,9 Milliarden Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.