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14.01.2026
05:43 Uhr
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Günstige Atomkraft? Die Franzosen zahlen in diesen kalten Tagen hohe Strompreise, obwohl das Land einen riesigen Nuklearpark betreibt. Und es wird wohl noch teurer.

An diesen stürmischen und kalten Wintertagen sehen eine Million französische Haushalte buchstäblich rot. Ihr Stromanbieter EDF hat den roten Tarif aktiviert, der drei- bis viermal teurer ist als der marktübliche Preis. Er stieg auf über 60 Cent pro Kilowattstunde und ist mehr als doppelt so hoch wie die aktuellen deutschen Preise für Neukunden. An drei Tagen in dieser eisigen Woche griff der rote Tarif. Wer bei EDF den dynamischen Stromtarif Tempo unterschreibt, weiß zwar, dass er an 22 Tagen im Jahr deutlich mehr für Strom zahlen muss. Doch wann genau, bleibt unklar. EDF informiert erst einen Tag vorher. Der Stromanbieter schaltet den Tarif ein, wenn Haushalte besonders viel Strom benötigen. So etwa an Silvester, wenn viele Menschen lange wach bleiben, mehr heizen und Raclette- oder Fonduegeräte nutzen. Und eben dreimal in dieser frostigen Woche. Der Tarif ist neu – und verunsichert viele Stromkunden, selbst wenn sie über das Jahr gerechnet wohl immer noch weniger zahlen als in Deutschland.