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12.02.2026
05:25 Uhr
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Elfmal wird ihr befristeter Vertrag verlängert. Dann muss eine Lehrerin in NRW gehen. Schüler protestieren, Unterricht fällt aus. Alles richtig so, sagt die Behörde.

Der Schulhof des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Hagen, Nordrhein-Westfalen, bot am letzten Freitag eine seltene Szene. Unter Tränen verabschiedeten Schülerinnen und Schüler ihre geliebte Kunstlehrerin. So beschreibt es Tanja Plümpe, die an der Schule die Eltern vertritt. Die Verabschiedung ist das vorläufige Ende des Kampfes von Schülern und Schule um ihren Kunstunterricht. Denn der fällt jetzt erst einmal aus. Nur: Auf dem Amtsweg ist alles richtig gelaufen. Franziska Hörner ist Leidtragende eines widersprüchlichen Systems, neue, dringend benötigte Lehrkräfte für die Schulen zu gewinnen – und sie genau dann auf die Straße zu setzen, wenn sie unersetzlich geworden sind.