Zeit 27.02.2026
10:20 Uhr

(+) Arbeitslosigkeit als Auszeit: Wie ein vom Staat bezahltes Sabbatical


Wer sich arbeitslos meldet und es sich leisten kann, sucht sich oft nicht direkt den Anschlussjob, sondern lebt vom ALG 1. Ist das verwerflich oder verständlich?

(+) Arbeitslosigkeit als Auszeit: Wie ein vom Staat bezahltes Sabbatical
Als Marie Linz* ihren Job kündigte, war für sie klar, dass sie einfach mal nichts machen, nichts leisten, nichts erfüllen wollte. "Ich musste einen echten Schlussstrich ziehen", sagt die Frau, die 13 Jahre lang Projektmanagerin in einer leitenden Position war. Ein halbes Jahr blieb sie arbeitslos, ohne sich nach einer neuen Stelle umzusehen. Die Hälfte der Zeit erhielt sie 2.500 Euro Arbeitslosengeld im Monat. Genug, um weiter die Miete und Fixkosten zu zahlen und sich eine Auszeit zu erlauben – einfach lesen, reisen, abschalten.