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02.03.2026
09:26 Uhr
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Jörg Möller ist Müllmann in zweiter Generation, er liebt den Job. Hier erzählt er, was ekliger ist als der Müll und was er auf seinen Touren durch die Hinterhöfe erlebt.

Jörg Möller, 37, arbeitet als Müllmann bei der Berliner Stadtreinigung. Im Gespräch erzählt er, wieso er seinen Job liebt, was ihn anekelt – und wie er mit pöbelnden Autofahrern umgeht. DIE ZEIT: Herr Möller, Sie kommen gerade von einer Ihrer Touren mit dem Mülllaster durch Berlin. Haben Sie noch den Geruch von Restmüll in der Nase? Jörg Möller: Nein, der Gestank geht weg, sobald ich vom Müllwagen heruntersteige. Ich gehe danach immer direkt duschen, das ist verpflichtend. ZEIT: Steht das so in Ihrem Arbeitsvertrag? Möller: Ja, die Duschzeit ist Teil unseres Arbeitstages. Wir haben dafür zwölfeinhalb Minuten, jeweils vor und nach der Schicht. Wir sollen den Müllstaub abwaschen, oft spritzt uns auch etwas aus den Behältern entgegen. Das ist schon ekelhaft.