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15.01.2026
15:27 Uhr
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Nach dem Anschlag auf den linken Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner: Der Politiker und drei Mitstreiter erzählen, wie dramatisch sich die Lage verändert hat.

Zwei Stunden brauchte die Feuerwehr, um den Brand vollständig zu löschen. Wäre er nicht sofort bemerkt worden, sondern vom Dachstuhl des Nebengebäudes auf das Wohnhaus übergesprungen, hätten die Flammen die Schlafzimmer des jüngsten Sohnes und der Eltern erreicht. Sieben Menschen hätten sterben können: die zwei älteren Söhne, 22 und 18 Jahre alt, mit ihren Freundinnen, der Jüngste, 15, und Andreas Büttner mit seiner Frau. Büttner sagt, er realisiere die Gefahr jetzt erst, eine Woche danach. Am ersten Samstag des neuen Jahres hatten Unbekannte auf dem Grundstück des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten Feuer gelegt und ein rotes Dreieck an die Wand geschmiert: Symbol propalästinensischer Aktivisten, aber auch der Hamas. Büttners Glück, dass er nachts gegen 2.30 Uhr vom Geräusch splitternden Glases aufwachte. Ein Mordversuch? "Ich sehe das so", sagt Büttner, 52, ein ehemaliger Polizist, ganz ruhig, als ginge es hier nicht um ihn. "Das war jedenfalls keine amateurhafte Kleinigkeit."